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Anleitung zur Verwendung der Wasserpfeife

Die Wasserpfeife und deren Wirkungsweise

 

Die Verbindungen zwischen den einzelnen Teilen der "Nargileh" müssen dicht sein, damit einerseits keine Luft an der falschen Stelle angesogen werden kann, und andererseits kein Rauch an falscher Stelle austreten kann. Die Wasserpfeife funktioniert auf dem Prinzip des Unterdrucks. Der Wasserbehälter ist ein Filter zur Bindung von Teer und Nikotin. Die Länge des Rohres (also der Gesamthöhe) ist bedingt durch:

1. Ort des Gebrauchs ( Wüste, etc.)

2. Tagestemperaturen

Das Rohr reicht bis in den Wasserbehälter und dort bis ins Wasser. Am oberen Ende ist eine Verbindung zum Pfeifenkopf, der den Tabak aufnimmt. Der Schlauch wird im oberen Teil des Wasserbehälters angeschlossen. Wenn man also am Schlauch saugt, so entsteht im Wasserbehälter ein Unterdruck. Dadurch hebt sich der Wasserspiegel und neuer Rauch kann in den Wasserbehälter eintreten, durch diesen Vorgang wird der Rauch durch das Wasser geleitet und gereinigt, dazu ist es natürlich erforderlich, daß der Rauch soweit als möglich abgekühlt ist, was durch das lange Rohr oberhalb des Wasserbehälters bewirkt wird.

Die richtige Reinigung

Eine Wasserpfeife besteht zum größten Teil aus Messing, aus Glas, und aus Leder bzw. aus Plastik. 

So benötigt jeder Teil seine spezielle Pflege.

1. Glas

 

Das Glas sollte am besten mit warmem Wasser und Geschirrspülmittel gereinigt werden.

Das warme Wasser deshalb, damit keine Rückstände des Geschirrspülmittels im Glas verbleiben, was beim Rauchen zu einem widerlichen Geschmack führt.

Bei unzugänglichen Gläsern, oder bei Wasserpfeifen mit einem Wasserbehälter aus Messing kann man auch eine Tablette mit Zahnreiniger in Wasser gelöst, über Nacht im Wasserbehälter stehen lassen und am Morgen  gut ausspülen.

Um grundsätzlich das Anlegen von Nikotin und Teer am Glas zu vermeiden, gibt es eine bewährte Methode. Geben Sie während des Rauchens eine halbe Zitrone in kleinere Stücke geschnitten ins Wasser. Dies ergibt erstens neben dem gewählten Aroma ( Apfel, Pfefferminze etc.) auch einen aromatischen Zitronengeschmack, und zweitens läßt die Zitronensäure das Anlegen am Glas nicht zu.

Besonders ist darauf zu achten, daß das Wasser im Glas immer frisch und sauber ist, da es ansonsten zu unerwünschter Geruchs- und Geschmacksbildung kommt.

2. Messing

 

Bei unbehandeltem Messing empfiehlt es sich (so Sie lieber rauchen als putzen), die Pfeife mit farblosem Spraylack zu behandeln. Danach reicht es, die Pfeife außen mit einem trockenen Tuch abzuwischen. Bei verchromten Pfeifen genügt es im allgemeinen diese feucht abzuwischen und dann zu trocknen.

Das Innenrohr sollte nach jedem Rauchvorgang mit der Pfeifenbürste  durchgeputzt werden, auch dies ist unerlässlich um schlechten Geruch zu vermeiden. Sollte sich jedoch trotzdem schlechter Geruch angesetzt haben, so hilft es, die Pfeife einige Tage zerlegt im Freien, z.B. auf dem Balkon, aufzubewahren.

 

3. Der Schlauch

 

früher aus Leder gefertigt, besteht heutzutage aus Plastik oder Papier ( je nach Preisklasse).

Da das Anschlußstück aus Holz gefertigt ist, sollte man den Schlauch nach Gebrauch abstecken und aufhängen, damit das Holz wieder austrocknen kann.

Wenn der Schlauch gereinigt wird, was jede Woche einmal sein sollte, dann empfehlen wir, diesen mit klarem warmem Wasser durchzuspülen, und anschließend aufzuhängen, so daß das Wasser von oben nach unten abfließen und ungehindert austreten kann.

Bei billigen Papierschläuchen sollte man auf die Reinigung verzichten, da das Wasser den Papierkleber auflöst und den Schlauch damit unbrauchbar macht.

Sollten Sie in der glücklichen Lage sein, einen echten Lederschlauch erstanden zu haben, so benutzen Sie diesen zur Dekoration und Sie werden lange Freude daran haben.

4. Der Pfeifenkopf

 

sollte nach dem Rauchen sofort ausgeleert und gereinigt werden, da es sonst zu Verkrustungen kommt, was auf längere Sicht zur Verkockung führt, und den Kopf unbrauchbar macht.

5. Das Rohr

 

Sollte nach jedem Rauchvorgang mittels einer dafür vorgesehenen Bürste durch geputzt werden. Sollte das Rohr mit einem Ventil zur Rauchausblasung versehen sein, so ist der obere Teil abzuschrauben, die Kugel zu entfernen und mit Wasser durchzuspülen. Anschließend sollte das Ventil mit  einem Papiertaschentuch oder Stofftuch abgetrocknet werden.

Rauchvorbereitung

 

1. Zuerst sollten Sie den Wasserbehälter füllen, und zwar so, daß das Rohr, wenn Sie es in den Wasserbehälter stecken ca. 2 cm im Wasser eintaucht.

2. Stülpen Sie den Plastikring über den unteren Sitz am Rohr. Sollte der Plastikring kaputt oder verloren gegangen sein, so ist dies kein Grund zum Verzweifeln. Seit Jahrhunderten verwenden Wasserpfeifenraucher Leinenstreifen zum Dichten. Plastikringe sind eine Errungenschaft der letzten 10-15 Jahre. Schneiden Sie also Leinen in Streifen welche ungefähr so breit sind wie der Sitz des Rohres im Glas. Dann schieben Sie den umwickelten Sitz in die Flasche. Dies sollte nur unter sanften Druck möglich sein, um eine gute Dichtung zu gewährleisten.

3. Legen Sie den Teller von oben auf das Rohr, so daß es flach zur Auflage kommt.

 

4. Sollte der Schlauch in dem Aufnahmerohr nicht ganz dicht sein, so verfahren Sie wie beim Eindichten des Rohres in die Wasserflasche. Wenn dies geschehen ist, so probieren Sie am Schlauch anzusaugen. Wenn das Wasser in der Flasche scheinbar zu brodeln beginnt, ist dies ein Zeichen von Dichtheit. Sollte es Sie erhebliche Kraftanstrengung kosten anzusaugen, so kann die folgende Ursachen haben:

1. Das Rohr ragt zu weit in das Wasser

2. Beim Eindichten mit Stoff hat sich ein Stück des selben vor ein Saugloch geschoben. Korrigieren sie den Sitz des Stoffes und probieren Sie es noch einmal.

3. Das Holz im Schlauchansatz ist aufgequollen, da hilft nur den Schlauch aufhängen und einige Tage trocknen zu lassen. Sofern Sie haben, verwenden Sie einen Ersatzschlauch.

5. Das Füllen des Kopfes mit Tabak. Hier unterscheidet es sich, welche Art von Tabak Sie verwenden.

Ma'assel   (Fruchttabake wie Apfel usw.)

Tutun ( reiner Tabak )

 

Da der Tabak für den Transport eng gepresst wird, ist es notwendig diesen aufzulockern. Dies geschieht am besten mit den Fingern. Wenn dies geschehen ist, legen Sie den Tabak locker in den Pfeifenkopf bis zum oberen Rand.

Anschließend verschließen Sie den Kopf mit den runden Pfeifenpapieren. Diese gibt es in starker Ausführung was bedeutet: weniger Rauch, dafür aber zeitlich längerer Genuss.

Dünne Ausführung: Viel und starker Rauch, dafür aber nur ca. 1 Stunde Rauchgenuß.

Nach dem Verschließen des Kopfes gilt es nur noch Löcher in den Kopf zu stechen, damit Luft zum Tabak durchkommt.

Dabei gibt es verschiedene Philosophien:

1. Viele kleine Löcher mit einer Nadel gemacht, was eine feine Verteilung des Rauches bedeutet.

2. Viele kleine Löcher und in der Mitte ein größeres, welches bis an ein Loch im Boden des Kopfes heranreicht, für Leute die es gewohnt sind, starke und lange Züge zu machen.

3. Wenige größere Löcher mit einem Mittelloch (siehe oben), für Leute die zu ungeduldig für diverse Feinheiten sind.

4. Brennende Holzkohle nur am Rand platzieren und nur maximal 2 Stück am Beginn.

Wir wünschen viel Vergnügen!

 

Wird meist in lockeren Packungen vertrieben. In diesem Zustand ist der Tabak aber nicht genießbar.

Man gebe also den Tabak (Tutun) in ein Leinentuch, bringe Wasser zum Kochen und gebe das Leinensäckchen samt Tabak in das kochende Wasser (damit werden die meisten Gerbstoffe aufgeweicht).

Nach wenigen Minuten das Säckchen aus dem Wasser nehmen und gut auspressen. Mittels Händen wird nun der Tabak in Form einer runden Pyramide gepreßt. Dabei sollte man aber nicht vergessen in der Mitte der Pyramide einen Strohhalm einzubauen, welcher nach dem Pressen entfernt wird. Dieses Loch dient als kleiner Kamin. Nun wird der Kegel auf einen flachen Kopf gesetzt und am obersten Ende mit Holzkohle belegt.

Viel Vergnügen!